Lesen zu Hause üben: So unterstützt du dein Kind
Du möchtest dein Kind zu Hause beim Lesenlernen begleiten, weißt aber noch nicht genau, was sinnvoll ist?
Auf dieser Seite bekommst du eine erste Orientierung. Du erfährst, welche Rolle Eltern beim Lesenlernen spielen, was ihr zu Hause üben könnt und wo du auf lesenlernen.at passende Erklärungen und Übungen findest.
Springe hier direkt dorthin, wo dein Kind gerade steht:
Zu Hause lesen üben
Lesenlernen ist für Kinder aufwändig – gleichzeitig macht es den meisten anfangs Freude. Großes Ziel ist es, diese Anfangsmotivation zu erhalten. Ein wichtiges gemeinsames Ziel ist es, diese Anfangsmotivation möglichst lange zu erhalten.
Eltern können dazu viel beitragen, indem sie geduldig begleiten, passende Texte auswählen und das Lesen mit positiven gemeinsamen Erfahrungen verbinden.
Beim Lesenlernen arbeiten Kinder, Eltern und Lehrkräfte zusammen. Alle haben dabei Aufgaben, die die anderen nicht vollständig übernehmen können.
Für Eltern geht es nicht darum, den Schulunterricht zu ersetzen. Ich weiß, man liest und hört viel, aber: Lehrkräfte leisten beim Lesenlernen hervorragende Arbeit.
Deine Aufgabe ist es, dein Kind individuell beim Lesenlernen zu unterstützen. Das kann die Schule nicht. Für dein Kind bist du der Experte. Du bist Lesepartnerin oder Lesepartner, kannst spielerisch üben, kennst die Interessen deines Kindes und wirst herausfinden, welche Texte es gerne liest.
Ist das Üben zu Hause notwendig?
In den allermeisten Fällen: ja. Dabei geht es nicht nur darum, dass Kinder mehr üben und beim Lesen nicht ins Hintertreffen kommen, sondern auch darum, dass du als Elternteil eine andere Rolle als die Lehrkraft einnimmst. Wie gesagt, für dein Kind bist du der Experte.
Lesetechnisch hat das Üben zu Hause natürlich auch Vorteile. Lesen ist Übungssache. Je mehr Kinder üben, desto besser werden sie grundsätzlich.
Jeder, der schon einmal unterrichtet hat, kennt diesen Unterschied: Auch bei gutem Unterricht profitieren Kinder davon, wenn sie zu Hause passende Unterstützung erhalten.
Es ist aufwändig (anfangs)
Auch für Eltern ist das Lesenlernen ihrer Kinder anstrengend – selbst wenn alles glattgeht. Langfristig zahlen sich deine Mühen jedoch aus. Zwei Dinge möchte ich dir deshalb zum Lesenlernen noch mitgeben:
- Gemeinsam mit deinem Kind üben ist immer von Vorteil
- Je besser du dich auskennst, desto besser kannst du dein Kind unterstützen
Aus diesem Grund findest du auf meiner Seite nicht nur Übungsmaterial, sondern auch viele Erklärungen zu einzelnen Bereichen und Themen. Damit du dich leichter zurechtfindest, folgt jetzt ein Überblick.
Was sollst du üben?
Das ist eine häufige Frage. Grundsätzlich ist es so, dass du mit deinem Kind das üben solltest, was in der Schule gerade gemacht wird. Zusätzliches Üben ist vor allem sinnvoll, wenn dein Kind in einem Bereich Schwierigkeiten hat oder zusätzlich gerne mehr machen möchte.
Damit du einen groben Überblick bekommst, wie das Lesenlernen in der Schule funktioniert und wo dein Kind gerade steht, ist hier eine Einteilung.
Mein Kind kommt bald in die Schule
Hier steht das spielerische Entdecken von Sprache und Buchstaben im Vordergrund.
Je mehr Buchstaben Kinder vor dem Eintritt in die Schule kennen, desto besser. Das ist aber keine Aufforderung zum Drill!
Zudem ist in diesem Alter das Üben mit Reimen, Silben und Anlauten sinnvoll. Das nennt sich phonologische Bewusstheit.
Überblick
- Falls du dich über phonologische Bewusstheit informieren willst.
- Das Üben mit Reimen ist für den Anfang sinnvoll und eine gute Grundlage.
- Im Portal: Buchstaben findest du Infos und jede Menge Arbeitsblätter.
Mein Kind lernt gerade Buchstaben und erste Wörter
Mit dem Schuleintritt beginnt der Regelunterricht. Erste Buchstaben, Übungen zu Silben und Anlauten und das Erlesen erster Wörter stehen auf dem Programm.
Beim Erlernen der Buchstaben geht es darum, sie mit dem richtigen Laut zu verknüpfen. Das nennt sich Laut-Buchstaben-Zuordnung.
Überblick
- Phonologische Bewusstheit bleibt wichtig.
- Das systematische Erlernen der Buchstaben beginnt.
- Hier findest du Arbeitsblätter für die 1. Klasse.
- Ich habe auf meiner Seite Texte für tatsächliche Erstleser.
Mein Kind liest langsam oder stockend
Sobald die Buchstaben sitzen, beginnt das eigentliche Lesen. Anfangs ist es normal, dass Kinder stockend lesen.
Gleichzeitig haben viele Kinder hier ein Motivationshoch, weil sie kurze und einfache Texte lesen können. Das Lesen bekommt einen Sinn und ist nicht mehr nur Selbstzweck.
Jetzt geht es darum, dass Kinder das Lesen automatisieren. Leseflüssigkeit wird wichtig. Bis zum Ende der Grundschule gilt es, diese so gut es geht aufzubauen.
Überblick
- Im Portal: Leseflüssigkeit findest du alle Infos zum flüssigen Lesen.
- Sehr wirksam sind Lesetandems beim flüssigen Lesen.
- Meine Texte sind nach Lesestufen geordnet. Du kannst sie kostenlos lesen.
Mein Kind liest, versteht aber den Text nicht
Leseverstehen ist ein riesiger Bereich. Im Grunde beginnt es mit dem Lesenlernen und endet nie.
Wichtig ist es, dass Kinder flüssig lesen können, ansonsten ist das Verstehen von Texten nahezu unmöglich. Auch Lesestrategien, thematisches Vorwissen und regelmäßiges Üben spielen eine wichtige Rolle.
Überblick
- Im Portal: Leseverstehen findest du Infos zu Wort-, Satz- und Textverstehen.
- Meine Texte sind nach Lesestufen geordnet. Du kannst sie kostenlos lesen.
Ein Überblick zum Üben
Nochmals gesammelt findest du hier den Aufbau meiner Seite.











